Lebensader - Nuthewanderweg!

Kiezreporter
// 10.03.2012 // Martina Wilczynski

Die Potsdamer Neubaugebiete kommen mit Parks, Wäldern und Natur auf unterschiedlichste Weise in Berührung. So kommen die Bewohner von Zentrum Ost schnell und fußläufig in den Babelsberger Park. Die Waldstädter haben den Wald in den Ravensbergen zum erholen vor der Haustür. Ähnlich verhält es sich mit den Bewohnern der Neubaugebiete Drewitz und Am Stern. Sie können die Seele in der Parforceheide baumeln lassen. Und haben sogar mit dem Jagdschloss Am Stern ein Stück Weltkulturerbe vor der Haustür. Wir  hier Am Schlaatz haben die Nuthe, den Nuthewanderweg, das Nuthewäldchen und die angrenzenden Wiesen. Das ist unser Pfund zur aktiven Erholung im Kiez.
Die Nuthe entspringt bei Niedergörsdorf im Landkreis Teltow - Fläming. Sie schlängelt sich 65 km durch Brandenburg. Auf ihrem Weg zu uns an den Schlaatz verläuft sie an den Ortschaften Gröben, Fahlhorst, Saarmund oder Bergholz-Rehbrücke vorbei bevor sie am Industriegelände und der Stadtrandsiedlung bei uns einfließt. Hier angekommen schlängelt sie sich quer am gesamten Panorama des Wohngebietes vorbei und stößt wenige Kilometer weiter auf den Aradosee. Wenige Kilometer weiter mündet sie gegenüber der Freundschaftsinsel in die Havel.
Besonders tief ist der Fluss nicht und ann seinen breitesten Stellen geschätzte 5 bis 7 Meter breit. Zum Baden ist er nicht sonderlich geeignet. Gelegentlich versuchen sich Kanupaddler auf der Nuthe. Sie werden aber schnell an den Stromschnellen vor der Straßenbahnbrücke gebremst. Insgesamt ist es kein Fluss zum Durchqueren. Die Nuthe hat andere Vorzüge. Sie begleitet unseren Nuthewanderweg auf gar liebliche Weise. Radfahrende Potsdamer, die vom Stern kommen oder aus der Potsdamer Innenstadt, wissen diesen Weg als schnelle Möglichkeit von A nach B zukommen zu schätzen. Auch in Kreisen der Radtouristiker hat sie diese attraktive Möglichkeit zum Radfahren und Natur genießen herum gesprochen. Während der warmen Jahreszeit kommen sie in Gruppen immer wieder dort entlang. Dann hat man als  Spaziergänger, Hundebesitzer, Jogger oder Nordic Walker die freundliche Aufgabe, diesen Weg zuteilen. Es kann schon mal eng werden. Aufgestellte Bänke geben die Möglichkeit, sich auf das kleine Naturschauspiel einzulassen. Dann kann den Enten und anderem Gefieder beim Schwimmen zugesehen werden. Oder einfach nur die Gedanken sortieren. Solche Inseln für die Seele sind enorm wichtig. Wenn ich ein paar Schritte mehr brauche, dann nutze ich diesen Weg auch sehr gerne. Schön wäre es, wenn es dort ein Café geben würde - vom Sitzplatz aufs Wasser zu den Nuthewiesen schauen können. Vielleicht würde man dann ja sogar einen Biber beim Verrichten seiner Dinge zu sehen bekommen. Die gibt es hier und die fühlen sich trotz Menschennähe ausgesprochen wohl.
Alles in allem zusammengefasst ist der Nuthewanderweg eine echte Attraktion vor der Haustür. Oft nimmt man das als die größte Selbstverständlichkeit hin. Ein wenig Demut vor den Dingen schadet in keinster Weise. Auch hier nicht.
Vielleicht sehen wir uns ja mal auf dem Nuthewanderweg. Sprechen Sie mich doch ruhig an. Ich würde mich freuen.  :-)
 

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