Wissen und Genießen

Bildung
// 08.01.2014 // Redaktion

Im Rahmen der Reihe "Wissen und Genießen" eröffnet die Nation Ungarn am 09.01.2014, um 17:00 Uhr im Friedrich-Reinsch-Haus, Milanhorst 09 in 14478 Potsdam das neue Jahr mit der ersten Veranstaltung.

Historisch basiert die ungarische Küche auf der traditionellen bäuerlichen Küche und der Magnatenküche des ungarischen Hochadels. Eine Reihe von Erzeugnissen spiegeln die geographische und kulturelle Vielfalt des Landes wieder, die kulinarisch von Weidehaltung sowie Obst- und Gemüseanbau geprägt ist. Ungarn besitzt seit alters her Weinanbaugebiete mit Produkten wie dem Tokajer und Weißweinen aus dem Gebiet rund um den Balaton (Plattensee). Dieser wird auch für den Fischfang genutzt, etwa für den Fogasch (fogas, also Zander aus dem Balaton), der ein beliebter Speisefisch in Ungarn ist, sei es frittiert oder im Fischgulasch. Für Ungarns Tradition im Bereich der Back- und Süßwaren zeugen unter anderem die Palatschinken, die Esterházytorte, die Dobostorte, Gerbaudschnitten (Zserbó-szelet) oder Schomlauer Nockerln (somlói galuska).

Eine zentrale Rolle in der ungarischen Küche nehmen Paprika (frisch, als Pulver oder püriert) und Sauerrahm (tejföl) ein, die zum Würzen und Abschmecken einer Vielzahl an Speisen dienen. Das traditionelle Kochgerät ist der Kessel (bogrács), meist aus Kupfer. In ihm wurden viele Speisen auf offenem Feuer zubereitet, etwa Kesselgulasch oder Fischsuppe. Ungarische Frauen und Männer stellen ihr Land vor und laden zum Genuss landestypischer Köstlichkeiten ein.