Der Buchweizen - Er ist wieder hier, in seinem Revier

Kiezreporter
// 30.08.2012 // Redaktion

So ganz stimmt das nun auch wieder nicht, aber in unserem Integrationsgarten am Schlaatz  können wir ihn finden.

Ideal für den Buchweizen sind anspruchslose und naturbelassene Böden. Das ist der Grund, warum diese Pflanze nach dem 2. Weltkrieg immer mehr an Bedeutung für die Landwirtschaft verlor. Die Erträge lassen sich nicht – wie beispielsweise beim Weizen – durch Dünger steigern. Buchweizen bildet einfach Samen, wenn er auf zu nährstoffreichen Böden wächst.
Diese Kraft und Natürlichkeit gibt er an den Menschen, der ihn isst und schätzt, weiter.

Entgegen dem allgemeinen Verständnis von Buchweizen, handelt es sich bei der Pflanze nicht um eine Getreideart, sondern um ein Knöterichgewächs. Buchweizen ist auch als Heide-, Pater-, Tataren- oder Taterkorn bekannt und stammt ursprünglich aus Asien. Optisch erinnern die dunkelbraunen Früchte des Buchweizens etwas an Bucheckern. Diesem Umstand verdankt er auch seinen Namen. Buchweizen ist reich an Eisen, Magnesium, Kalium und  Calcium sowie den Vitaminen B1, B2 und E. Ebenfalls bekannt ist Buchweizen für seinen Inhaltsstoff Rutin (früher Vitamin P). Es soll bei Venenschwäche und Arteriosklerose helfen.

Buchweizen muss für den menschlichen Verzehr zunächst von seiner äußeren Hülle befreit werden. Dann wird er zu Grütze, Mehl oder auch Grieß weiter verarbeitet. Das grauweiße Mehl aus Buchweizen ist vor allem aus der russischen Küche wegzudenken. Dort wandert es traditionell in den Blini-Teig. Auch in Frankreich kommt Buchweizen in Form von Mehl zum Einsatz und wird unter anderem für die Herstellung von Galette-Teig verwendet.

 

Probieren Sie den traditionsreichen Buchweizenpfannkuchen , ähnlich wie die russischen Blinis oder französischen Galettes.

 

Zutaten für 4 Portionen                                 

250 g Buchweizenmehl                                
1 Ei
350 ml Milch
350 ml kaltes Wasser
3 TL Salz
50 g Butter (geschmolzen, lauwarm)
12 Scheiben Schinken (roh oder gekocht)
12 Scheiben Emmentaler
2 Tomaten in dünnen Scheiben

 

Zubereitung

1. Das Buchweizenmehl mit dem Salz, dem Ei und der Milch verrühren,, bis der Teig glatt ist. Dann das Wasser und anschließend die geschmolzene Butter einarbeiten.

Eine Stunde ruhen lassen.

2. Eine große beschichtete Pfanne erhitzen. Von der Platte nehmen, eine 3/4 Schöpfkelle Teig hinein geben, gleichmäßig verteilen und wieder auf die heiße Herdplatte stellen. Wenn die Ränder sich lösen, die Pfannkuchen wenden.

3. Eine halbe Scheibe Schinken, eine Scheibe Käse und 2 dünne Scheiben Tomaten in die Mitte der Pfannkuchen geben, die Ränder einklappen, Pfannkuchen zufalten, herausnehmen und warmstellen.

4. Aus dem restlichen Teig weitere Pfannkuchen backen, bis alles aufgebraucht ist.

Als Füllung eignen sich außer anderen Käsesorten auch feinblättrig geschnittene Champignons oder Speck oder Kräuter oder Nüsse oder, oder, oder!

 

 

 

 

 

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