Die Schwanenblume an der Nuthe hat es gut…

Kiezreporter
// 21.08.2012 // Redaktion

…sie steht im bzw. am Wasser und muss sich bei der Wärme dieser Hundstage

nicht erst ein kühles und schattiges Plätzchen suchen.

 

Die Schwanenblume, auch Wasserliesch oder Blumenbinse genannt, ist eine Pflanze, die an Ufern und in Feuchtgebieten vorkommt. Auch am Ufer unserer Nuthe, man sollte sie einfach bei einem Spaziergang entdecken.

 

Die Schwanenblume wird 50 cm bis 150 cm groß und besitzt grundständige Blätter, die in der unteren Hälfte deutlich verdickt und 3-kantig sind. Sie hat ein kurzes Rhizome, Ausläufer fehlen. Die Blüten sind in einer endständigen Scheindolde, rötlich-weiß mit dunkler Aderung, angeordnet. Die Bestäubung erfolgt vor allem durch Fliegen. Die Blütezeit in Mitteleuropa ist von Juni bis August.

Die Schwanenblume wächst an Uferröhrichten stehender bis langsam fließender Gewässer. Sie verträgt stark wechselnde Wasserstände und siedelt vor allem auf sandigen Schlammböden.

Das Rhizom der Schwanenblume, das bis zu 60 Prozent Stärke enthält, ist essbar. In Asien wird diese unterirdische, bewurzelte Sprossachse gelegentlich getrocknet zu Mehl verarbeitet. Bei den  Kirgisen und einigen asiatischen Völkergruppen wird das Rhizome gebacken und wie Brot verwendet. In Mitteleuropa wurden die Wurzelstöcke während Notzeiten gleichfalls gegessen. Ähnlich wie Teichbinsen wurden die Stängel früher auch zum Flechten von Körben verwendet.

Früher wurden sowohl der Wurzelstock und Samen als Heilmittel verwendet. Innerlich eingenommen sollte damit die  Wassersucht bekämpft werden. Äußerlich angewendet galten Medikamente, die aus dieser Pflanze hergestellt wurden, als „auflösendes und erweichendes Mittel“.

Die Schwanenblume wird als  Zierpflanze an Gartenteichen angepflanzt. Der Züchtung verdanken wir beispielsweise die sehr blühwillige, blütenreiche und fast weiße Sorte „Schneeweißchen“ sowie die etwas später blühende, lilarote und weniger gartenwürdige „Rosenrot“.

Jutta Jagßenties

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