Internationaler Linkshändertag - 13. August

Kiezreporter
// 13.08.2012 // Redaktion

Ob beim Schreiben, Gitarre spielen oder am PC-Arbeitsplatz: Für Linkshänder ist der Alltag spiegelverkehrt. Jeder vierte Deutsche erledigt heute alles "mit links". Seit dem Jahr 1976 ist der 13. August der internationale Linkshändertag. Dean R. Campbell, der 1975 auch die Organisation "Lefthanders international" gründete, rief diesen Tag zum Linkshändertag aus.

 

Linkshänder sind Personen, die bevorzugt die linke Hand benutzen, insbesondere bei nicht durch Erziehung geprägten Tätigkeiten mit nur einer Hand. Teilweise wurden und werden Linkshänder auf die rechte, kulturell oder historisch in vielen Ländern als besser bewertete Hand, umerzogen.

Linkshänder nutzen bevorzugt ihre linke Hand, insbesondere für Tätigkeiten, die hohe Ansprüche an Feinmotorik, Kraft oder Schnelligkeit stellen (z. B. zum Schreiben oder Werfen). Die Händigkeit, also die Präferenz der rechten oder linken Hand, wird durch die Dominanz der gegenseitigen Hirnhälfte erklärt. Es ist bisher unklar, ob Linkshändigkeit eine angeborene Veranlagung ist.

 

Auch wenn Linkshändigkeit heute als natürliche Veranlagung akzeptiert wird, gibt es in einer rechtshändig normierten Umwelt zahlreiche Aspekte, in denen sich Linkshänder anpassen oder umdenken müssen. Strukturen, Produkte, Abläufe und Geräte sind fast immer für Rechtshänder ausgelegt. Zwar sind Linkshänder dadurch flexibler im Denken und Handeln, die weitgehende Nichtberücksichtigung der linkshändigen Veranlagung wird aber häufig als Diskriminierung empfunden.

Viele Menschen quälen sich mit rechts, weil sie gar nicht wissen, dass sie Linkshänder sind. Das kann zu Leistungsschwäche, Legasthenie und Sprachstörungen führen.

 

Für die Tennisspielerin Monica Seles brachte die Linkshändigkeit sogar Vorteile: Sie war für ihre Gegnerinnen immer wieder unberechenbar. Prominente Linkshänder waren auch Johann Wolfgang von Goethe, Wolfgang Amadeus Mozart und Albert Einstein.

 

Für Schule und Alltag gibt es aber zunehmend Werkzeuge und Alltagsgegenstände käuflich zu erwerben.

Aber wo in Potsdam?

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