Mit dem Baumsachverständigen durch den Schlaatz

Kiezreporter
// 13.08.2012 // Redaktion

Nur wenige kennen die Brandenburger und Berliner Wälder so gut wie Jörg Haase. Alle, die Wissenswertes zur Geschichte sowie zur Flora und Fauna unserer heimischen Wälder hören wollen, sind bei ihm genau richtig. In der letzten Woche war er im Studio unseres Kiezradios im Falkenhorst 14 zu Gast. Ich habe Herrn Haase während des Interviews kennengelernt und möchte ihn den Lesern unserer Internetseite gern vorstellen.

Seit mehr als 15 Jahren begutachtet er als Sachverständiger die grünen Bestände der einzelnen Wohnungsunternehmen, so auch am Schlaatz. Dabei hat er es nicht immer leicht, sind die bürokratischen Vorschriften und die Zusammenarbeit mit der Potsdamer Stadtverwaltung manchmal recht kompliziert. Als Eigentümer müssen die Wohnungsunternehmen für die Verkehrssicherheit geradestehen, so dass niemand durch einen herunterfallenden Ast verletzt wird oder ein Baum auf ein parkendes Auto fällt.

Rund 20 verschiedene Baumarten sorgen in den Wohngebieten für Grün. Dabei ist die japanische Zierkirsche keine Seltenheit.

Leider lässt oft die Pflege der Bäume, die in Häusernähe stehen, sehr zu wünschen übrig. Da hat die Stadtverwaltung noch alle Hände voll zu tun.

Herrn Haase schätzt den Gesundheitszustand der Bäume ein. Dieser ist für einen Laien nicht immer zu erkennen, denn auch kranke Bäume können durchaus grün sein. Einmal im Jahr schaut sich Herr Haase die Bäume ganz genau an. Immer zu einer anderen Jahreszeit. Ist der Stamm verletzt, ist der Baum krank, hat er bereits Fäulnis oder Pilze oder sind schon tragende Äste abgebrochen, Herr Haase führt genau Protokoll. Er erstellt dann Gutachten und die Untere Naturschutzbehörde trifft die notwendigen Entscheidungen.

 

Eine verantwortungsvolle und vielseitige Aufgabe also, die Herrn Haase nie langweilig wird und immer auch Spaß und Freude bereitet.

Gerade hier bei uns am Schlaatz hat sich der Baumbestand seit Baubeginn des Wohngebietes so stark entwickelt, dass man fast, ähnlich wie in der Waldstadt II, von einem Waldgebiet sprechen kann. Am Schlaatz ist es dann aber eher ein Laubwald.

Vielleicht war das schon damals bei der Namensgebung der Straßen Weidenhof, Erlenhof und Pappelhof so geplant?

Herr Haase wird noch einmal ein Folgeinterview geben, und sicher wird er bereit sein, interessierte und neugierige Schlaatzer mit auf eine Safari durch den „Schlaatzer Wald“  zu nehmen.

Jutta Jagßenties

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