Wettervorhersage mit der Gartenringelblume

Kiezreporter
// 19.07.2012 // Redaktion

Die Gartenringelblume ist ein Korbblütler, ein einjähriges Kraut, das schon seit dem Mittelalter in Gärten als Zierblume gezüchtet wird. Vom Sommer bis zum Herbst entfaltet die Ringelblume ihre vorwiegend orangene Blüten.

Die Ringelblume stammt aus Südeuropa.  Heute wird sie oft als Zier- aber auch als Heilpflanze gezüchtet. Am begehrtesten sie die gefüllten Abarten, die ausgeprägt orange gefärbt sind und in der Droge sehr viele Wirkstoffe ausweisen.

Gesammelt werden entweder die gesamten Blütenstände oder auch nur die Zungenblüten. Das Sammeln erfolgt von Juli bis September bei trockenem , sonnigen Wetter.

Innerlich wird die Ringelblume als Droge zur Unterstützung der Lebertätigkeit, vor allem zur Anregung der Gallenabsonderung und weiterhin auch zur Linderung von Magen- und Darmkrämpfen angewendet. Äußerlich dient sie als Absud, Tinktur oder Salbe bei der Heilung von schwer heilenden Wunden, Druckbrand, Unterschenkelgeschwüren, eitrigen Entzündungen und Hautausschlägen.

Die Kosmetik verwendet die Ringelblume zur Verfeinerung des Teints, für Bäder und Umschläge.

 

Die Ringelblume soll sich zur Liebesweissagung im Traum verwenden lassen: Sie wird gemeinsam mit Sommerkräutern getrocknet, gemahlen und mit Honig und Essig zu einer Salbe verarbeitet. Junge Frauen trugen die Salbe auf, bevor sie zu Bett gingen und riefen den Heiligen Lukas an, sie von ihrer großen Liebe träumen zu lassen.

Bei Bauern stand die Ringelblume in hohem Ansehen, weil sich mit ihrer Hilfe das Tageswetter voraussagen ließ. Waren die Blüten zwischen 6 und 7 Uhr bereits geöffnet, so versprach dies einen schönen sonnigen Tag. Waren sie jedoch nach 7 Uhr noch geschlossen, so musste mit Regen gerechnet werden.

 

Ringelblumensalbe

250 ml Olivenöl

50 g Bienenwachs

50 g Sheabutter oder Kakaubutter (oder auch gemischt)

5 Tr. Vitamin E-Acetat

2 Hände voll Ringelblumenblüten, kleingehackt

 

Diese Zutaten werden in einem Behälter ins Wasserbad gestellt und bei 70°C vorsichtig im Wasserbad aufgeschmolzen. Das Vitamin E-Acetat wird erst in der Abkühlphase dazugegeben. (Es verhindert, dass das Öl ranzig wird). Die fertige Fettphase wird in einem Topf erhitzt, die Ringelblumen werden dazugegeben. Nach dem Aufschäumen vom Herd ziehen. Einen Tag stehen lassen und dann, das Fett wieder erwärmen, durch ein Leinentuch filtern und in Cremedosen füllen.